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6. September 2018 – Sekundenglück

Sekundenglück

ein freundliches Lächeln beim Vorbeigehen

ein aufmunternder Zuspruch bei tiefhängendem Himmel

ein Schulterklopfen um weiterzumachen

die Augen schließen um  mitzuspüren

vor dem Sturz sanft auffangen

eine stille Berührung 

eine Blüte in der ausgestreckten Hand

ein kecker Seitenhieb 

geduldiges Zuhören

schwerelos mitfühlend

unter die Arme greifen

zwischen dem Leben und mir,

zwischen Freunden und Fremden,

zwischen Menschen .

31. August 2018 – Minutenglück

Möwen zogen ihre Kreise. Die Boote der Fischer tanzten auf den Wellen und die Felsen in der Brandung wurden von der Gischt glänzend gewaschen. Am Nachmittag weicht die Mittagshitze und das Licht wird sanft.  Die Schatten werden länger. Ich lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Unverschämt blauer Himmel. Meine Laune ist wunderbar. An der Bar wurde Abkühlung gereicht. Ich mache Fotos und kann mich einfach nicht sattsehen…versuche die Sprachlosigkeit des Staunens so am Leben zu halten. Es wird mir nicht gelingen. Es war ein Minutenglück. 

23. August 2018 – Leise Zwischentöne

Um mit der Natur in Verbindung zu bleiben schmücke ich die Räume gerne mit Dingen oder Pflanzen in der jeweiligen Jahreszeit. Jetzt im Sommer hole ich mir Rosmarinzweige, Thymian und Basilikum herein. Mit geschlossenen Augen, wenn ich die visuellen Rezeptoren ausschalte, kann ich den Duft der Kräuter in den heißen Sommertagen auch im Haus wahrnehmen. Anemonen blühen jetzt und geben mir ein wunderbares Gefühl von Leichtigkeit und Zartheit. Leise Zwischentöne der feinen Farbnuancen in schneeweiss bis pastellrosa, so wunderbar still und inspirierend. Die Schönheit und das kapriziöse von Blüten oder Zweigen erzeugen magische Effekte. In diesen Bildern lässt es mich schwelgen…welch einfache Möglichkeit, sich Freude und Genuss zu schenken!

11. August 2018 – Hundstage

Ich sitze schon seit gefühlten Stunden an meinem Gartentisch, mein Notebook vor mir und versuche zu schreiben. Hin und wieder tippe ich begeisterungslos einige Wörter und beginnende Sätze, die ich dann wieder verwerfe. Geblendet von der hellen Sonne, und von steigenden Temperaturen, macht sich Faulheit und Lustlosigkeit Raum. Nichts zündet, alles fühlt sich langweilig und uninspiriert an. Normalerweise wohnen in mir schöne Geschichten…heute nicht.

Ich finde keinen Anfang, bin schreibblockiert und erlebnislos.

So klappe ich das Notebook zu, und lasse meinen Blick auf meinen Lieblingshunden ruhen. Unendliche Zärtlichkeit steigt in mir auf. Die Hunde machen es mir vor. Ihre Fellnasen stecken sie in die Luft, blinzeln mit verschlafenem Blick, strecken sich und dösen abwechselnd im Schatten der Akazie oder in der Sonne, weiter. Nur hin und wieder stört eine Fliege ihre selige Ruhe, oder eine heisse Windböe lässt ihre Ohren wehen. Sie geniessen den Frieden des Tages. Sie sind sich des Glücks bewusst, sich an einem heißen Tag auszuruhen und kommen nicht auf den Gedanken auch nur mit dem Schwanz zu wedeln…eben entspannte Hundstage…

3. August 2018 – Kunst und Schönheit

„Dem Himmel nah“, 140 x 100 cm, Acryl auf Canvas, auf Rahmen gezogen, 2018

Kunst weckt Menschen. Kunst wird zur Lebenskunst wenn es ein Stück die Welt verschönert. Schönheit und Kunst sind unmittelbar miteinander verbunden. Die Aufmerksamkeit des Details, die Form und die Farbe ist ein stimulierender Zugang direkt in das Herz. Meine  Bilder male ich nicht nur für mich. Ich verstecke sie nicht und ich halte sie nicht fest.

Eigentlich spielt es keine Rolle für uns Menschen, ob sich die Schönheit in einem Gemälde oder in einer Teeschale zeigt. Die Geheimnisse der Schönheit wecken Liebe und Glück in uns aus. Eine Wolke am Himmel, die Kohlmeise am Zweig, der Magnolienstrauch in der Nacht, die Schwalbe am Himmel, der Glanz der Perle, ein aalglattes Blatt, die duftende Frucht, ein offenes Lächeln, die Form einer Schale, das Muster eines Stoffes.

„Kein Künstler tritt an, um die Welt so zu belassen, wie sie ist. Auch wenn er sich nicht anmaßen möchte, sie tatsächlich verändern zu können, will er doch gestaltend auf sie einwirken,“ von Hanno Rautenberg.

 

23. Juli 2018 – Der Stimme des Herzens folgen

„Fly“, 20 x 20 cm, Acryl auf Holz, 2018

Ich fantasiere Poetisches – und später dann erarbeite ich an meinen Bildern meine inneren Welten.

So entstand das kleine Bild „Fly“. Einfach so. Kritiker wollen den Erkennungswert sehen. Aber kleine „Hüpfer“ in das Romantische, Verspielte, gibt es in allen meinen Werken irgendwo zu entdecken…denn ja, ich bin eine Romantikerin und ja, ich liebe die Verzauberung.

 

Nicht vergessen: Nach dem Wünschen Augen schließen!

„Still“, 20 x 20 cm, Acryl auf Holz, 2018

22. Juni 2018 – Auf das Leben, fertig, los!

Wenn am Morgen die ersten weichen Sonnenstrahlen durch die Blätter der Pflanzen scheinen,

…erfüllt es mein Herz mit Freude und Dankbarkeit. Welch herrliche Junitage!

 Meine äußere Welt spiegelt mein Inneres wieder. 

Blüten und Blätter, Farben und Formen, Stiele und Äste. Das Schwere und das Leichte. Das Zarte und das Kräftige. Das Duftige und das Verwelkte. Licht und Schatten.

 Jeder Tag ein Neubeginn! 

Wir kommen auf die Welt mit einem unendlichen Schatz innerer Weisheit, der immer in uns ruht und der darauf wartet, durch schöpferische Impulse, kleine Momente der Aufmerksamkeit, des Glücks, der Zuwendung und des Vertrauens, zu gedeihen. 

Vielleicht ist es genau das, was sich jeder Mensch wünscht und sucht. 

Ein erfülltes Leben mit Höhen und Tiefen. Wie Ebbe und Flut, denn ohne die Gezeiten gäbe es kein Leben im Watt. Der Wechsel zwischen Wolken und Sonnenschein. Unsere Jahreszeiten. Unser Leben.

Liebe, Freude, Vertrauen, Erfüllung und Erfolg. Gesehen werden und sich selber durch die Reflexion des Gegenübers spüren. Sich Wahrnehmen.

Ist nicht jeder Mensch aufgefordert, sich selbst zu dem zu machen, was er werden soll, um sein Schicksal zu erfüllen?

5. Juni 2018 – Die Sprache des Bildes

„Septembertage“, 100 x 150 cm, Acryl auf Canvas, 2018

Ausstellung „Jeder Tag ist anders“, vom 1.5. – 16.6.2018, Kunsthaus Erlangen

Die Sprache der Bilder benutzen um das eigene Innere zu reflektieren. Der Wunsch das gefühlte Feine, das widerspenstige Wilde, das verträumte Leichte oder das verborgene Geheimnis, was tief versteckt in jedem von uns steckt, wieder zu entdecken.

Die feinen, selten geraden Linien, erzählen schemenhaft vom Leben. Flirts in Farbflächen ziehen sich magisch an, verabreden sich zum Rendezvous. Auf spielerische Weise wird um die Wette gewirbelt, gehüpft, getanzt!  Zartgelbe Flügel gleiten schwerelos über cremig, weißen Untergrund. Das scheinbar Losgelöste, Ungeordnete, Freie, feiert Begeisterung und reflektiert die eigene spirituelle Magie, chaotische Freiheit oder öffnet zu verborgenen Träumen.

Spielen, Loslassen, Tanzen…sich Wiederspiegeln, entdecken und finden.