23. April 2017 – Kunstpausen

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Ich male manchmal nur eine viertel Stunde. Häufig unter meinem eigenem Druck den Pinsel wenigstens ein mal am Tag in die Hand zu nehmen. Dann wieder stundenlang ununterbrochen. Oder zwischen dem Kochen. Im Cafe das Notizheft auspacken. Manchmal ganze Wochenenden. Ich träume von mehr Routine und Disziplin im Alltag.

Doch ich weiß…ich brauche die Möglichkeit, trödeln zu können. Kurz drei Mails zu beantworten, den Tee auf der Terrasse vor mich hinträumend trinken, im Kreis laufen oder ein Telefonat mit einer Freundin führen.

 

23. April 2017 – Lasst uns wie Kinder sein

“Lasst uns wie Kinder sein”, Acryl auf Canvas, aufgezogen auf Keilrahmen, ca. 80 x 130cm, 2017

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Das Lachen und die Spontanität gepaart mit Mut und Erfindergeist sind Tor und Pforte, durch die viele unterschiedliche Bewegungsformen entstehen. Der Regelverstoß als Möglichkeit. Das Ausprobieren balancierend mit der Verwerfung lässt Spielraum für Individualität und Verrücktheit. Jede Menge Spaß, Ausgelassenheit und Freudentaumel. Ziellos und scheinbar mühelos.  

7. März 2017 – Ich will nur sein

DSC_1167Nach zwei Stunden vor der Leinwand brauche ich eine Pause.

Ich beginne um 10 Uhr nach meinen Spaziergang mit den Hunden. Mein Atelierraum in unserem kleinen Reihenhaus, hell durchflutet und warm, umarmt mich jeden Tag.

Dann wühle ich in Zeitschriften, probiere Farbkompositionen aus, wasche Pinsel oder skizziere. Nichts Aufregendes, einfach nur eine Tätigkeit aufnehmen um dann endlich anzufangen…ich könnte auch sagen ich unternehme alles, um nur nicht beginnen zu müssen.

Irgendwann halte ich den Pinsel in der Hand…und ab da gibt es kein Halten mehr. Es ist wie Achterbahnfahren, wie durch den stillen See schwimmen oder die erste Berührung der Füße mit taufrischem Gras.

Malen ist wie reden: ein nie abbrechender, spezieller Kommentar des visuellen Unterbewusstseins. Schnelligkeit, Intuition gepaart mit Oberflächlichkeit, damit die Leichtigkeit der Pinselstriche die Leinwand liebkosen kann. Empfindungen transportieren.

22. Februar 2017 – Täglich Malen!

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Malen, meine tägliche Glücksdroge!

Manchmal bin ich mit dem Kopf verstrickt. Die Leichtigkeit an manchem Tag hat Tiefgang. Die Seele tut es den Wolken nach. Grau ziehen sie am Himmel entlang. Kennst Du das?

Lebst Du oder funktionierst Du nur noch? Bist Du Akrobat Deines Lebens, oder Zuschauer? Bist Du neugierig auf Entdeckungen oder bevorzugst Du Wiederholungen? Wird es manchmal still um Dich?

So ist das Leben, wir wissen es. Aber jeder Mensch trägst eine einzigartige Gabe in sich. Du kennst Deine Aufgaben im Leben, Du hast eine besondere Stimme. Egal, in welchem kleinen, dunklem Loch Du gerade in Deinem Leben steckst…Komm raus und beginne zu Malen!

Du brauchst die Leinwand, die Leinwand braucht Dich! Lass`Dich von den Farben führen, fühle hinein, erlebe den Rausch zwischen Magenta und Orange! Sonne Dich in Zitronengelb und bade in Türkis! Kleckse, schütte, gehe baden! Lass`einfach geschehen, denke nicht an ein Ziel. Puste mit jedem neuem Pinselstrich die Hindernisse fort! Beginne! Male, und streich Dir den Himmel azurblau an!

 

8. Februar 2017 – Jeder Wald hat seine Geheimnisse

Kleines Format auf Holzkörper, Acryl, 25 x 25 x 9 cm, 2016

Der Wald, auch wenn er still ist, erzählt durch seine Baumspitzen Geheimnisse.

Die Seele, auch wenn sie schweigt, spricht sie.

Die Fülle eines Augenblicks lässt uns staunen.

6. Februar 2017 – Libelle der Nacht

Kleines Format auf Holzkörper, Acryl, 2016

5. Februar 2017 – Das Geschenk des Winters ist die Wiederkehr des Frühlings

Kleines Kunstwerk entstanden auf Holzkörper

29. Januar 2017 – Frühstück mit Fischen

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Die Sonne ist pünktlich erschienen und der Himmel ozeanblau.

Jeden Morgen beim Frühstück begrüße ich die Enten und Möwen. Sie werden immer zahlreicher, lassen sich direkt vor meiner Nasenspitze nieder,  je mehr ich Brot in das Wasser schmeiße. Ich verbringe jeden Tag bestimmt eine Stunde damit, auf die glatte Oberfläche des Meeres zu schauen. Die Spiegelung des Himmels schenkt mir die Gelegenheit, die Herrlichkeit ein zweites Mal zu betrachten.

Das zartgrün-türkise Wasser erzählt ein Geheimnis. Das Zittern der Oberfläche, wenn die Fische ihre glänzenden, glatten Körper elegant durch das Wasser gleiten hat etwas Berührendes, Elegantes an sich. Das Geplätscher der Fische, wenn sie blitzschnell nach meinen Brotkrümeln jagen, dabei das Wasser spalten, beglückt mich. Es ist eine Freude ihnen dabei zuzusehen.

Fische sind meine heimliche Leidenschaft. Sie schwimmen mit einer Leichtigkeit, lautlos und schwerelos. Als Kind habe ich immer davon geträumt neben ihnen durch das herrliche Meer zu schwimmen…ihre intensivsten Momente ihres Daseins zu teilen. Diese Lebendigkeit der Stille, das Glitzern ihrer Haut, Schüchternheit und Anmut, eingebettet in einer anderen Welt.

Mein Glück ist flüchtig wie eine Wolke die vorbei zieht.