22.November 2016 – Ohnmacht

Manchmal schaue ich durch eine dunkle Brille. Es ist duster und mich überkommt ein Gefühl der Hilflosigkeit nichts verändern zu können. Ich lese Zeitung, höre Nachrichten, verfolge Gespräche im Bus, in der Bahn oder beim Einkaufen.

Manchmal frage ich mich wie es weiter geht. Warum Angst sich breit macht und ich mich ohnmächtig fühle. Die Ereignisse in der Welt und auch gleich bei mir um die Ecke machen mich fassungslos. Doch die Augen, die Ohren und die Seele zu verschließen erscheint mir nicht als richtige Lösung. Ich kann nicht anders. Höre hin, dass es mir den Magen verdreht. Schaue hin, dass ich brechen muss. Fühle rein und stelle mir den Schmerz vor, der das Herz zu schnürt.

Nietzsche schreibt: „Die Welt, von der wir abwechselnd die Flecken und die Pinsel sind.“