Kategorie-Archiv: April 2016

29. April 2016 – Verloren

schwerelos im Rausch der Träume

entschwinde ich und gebe mich geschlagen

 das Spiel der Illusion verschreckt

in Plastikfolie steckt der Optimismus fest

Kinderspiele längst vergessen 

kein Funken aus dem Bauch heraus 

wann sind die Türöffner verloren gegangen

wo sind die Luftschlossträumer hin

die fliegenden Momente

des kleinen Glücks

ohne die Summe des Gewinns im Hirn

die winzigen Dinge sind es

die den Zauber tragen

meistens versteckt und still

 

10.04.2016 – Fischmarkt in Catania

Catania. Sizilien. Der legendäre Fischmarkt, weit über Grenzen bekannt.

Der Mercato della Pescheria.  Laut schreiende Stimmen preisen ihren frisch gefangenen Fisch an. Hier beherrscht eine brodelnde Männerdomäne die Bühne. Kunden und Verkäufer beäugen sich, feilschen so lange bis jeder der Beteiligten zufrieden ist. Dieses Spektakel, ist selbst in Sizilien einzigartig.

Dann dieser Geruch! Die salzige Luft am frühen Morgen vermischt mit starkem Fischgeruch. Mir scheint es, als ob das Meer diesen Platz umspült. Die Fische glänzen noch, manche atmen schwer. Es erinnert mich an „Der alte Mann und das Meer.“ Der Kampf ums Überleben.

9.04.2016 – think blue

Jahrhundertelang galt Blau in der Kunst des Abendlandes als heilige Farbe, und schon immer ließen sich Künstler von der Farbe Blau inspirieren…vielleicht weil Blau die Farbe des Himmels ist. Sie weckt in mir das Gefühl von Freiheit und Frieden.

1.04.2016 – Die Mischung zwischen Azur und Maigrün

Ohne Türkis geht es nicht. Der überwältigenden Ausstrahlung der Blau- und Grüntöne, gepaart mit Limone und Sonnengelb, Aquamarin, kann ich mich nicht entziehen.

Kornblumenblau und Türkis vereint mit Kobalt. Das Blau zu verschmelzen um unterschiedliche Schattierungen und Quellen der Tiefen zu erzeugen, ist für mich wie ein Sprung ins Wasser.

Meergrün über die Leinwand schleudern stelle ich mir bisweilen als einzigen Ausweg vor. Die Hingabe gepaart mit dem vollkommenen Aufgeben des momentanen Seins. Ich nenne es das „Egal“ – Prinzip. Ich bin dann mal weg. Nicht anwesend. Tauche gerade ziemlich ab und bin nicht mehr im Hier. Verliere Bodenhaftung und vergesse Realität. Morgen ist auch noch ein Tag, aber heute gehe ich schwimmen und lasse mich nicht aufhalten. Geschehen lassen…treiben lassen…schwerelos. Egal was morgen kommt. Jetzt erst einmal die Sinnlosigkeit des Malens zelebrieren! Einfach los, ohne Ziel! Ich gehe baden!