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25. Mai 2018 – Denn ich gehöre den Birken

„Märztage“, 150 x 110 cm, Acryl auf Canvas, 2018

zu sehen in der Ausstellung

„Jeder Tag ist anders“, im Kunst-Haus Erlangen

Draußen mag es noch nass und kalt sein, ich feier schon mal im Farbenrausch den Frühling. Mein Logenplatz im Wald zwischen Birken. Ein Experimentierfeld, um die Sehnsucht nach Freiheit, Neubeginn und Wachstum zu stillen. Ich stehe vor der Leinwand wie vor einem Fenster, dessen Aussicht ich noch erfinde. So male ich in vielen Schichten, lasse Linien und Formen entstehen und wieder verschwinden. Kraftvoll und zugleich zart und verletzlich. Versuche Lichtstimmungen einzufangen. Unendliche Überlegenheit des freien Malens gegenüber dem Foto.

15. Mai 2018 – „Sommertage“

Ausstellung

„Jeder Tag ist anders“,

Kunsthaus-Erlangen, vom 2. Mai – 16. Juni 2018



„Sommertage“, 150 x 110 cm, Acryl auf Canvas, 2018

Die Natur macht es vor.

Blüten, Früchte, Trauben…eine Farbigkeit durchweht den ganzen Raum…es bleibt ein Erahnen, ein Forschen und Suchen…

Ich liebe das Spiel der Leichtigkeit, das Natur- und das Traumhafte.

Farben, Formen, Linien, Felder.  Andeutungen und Spuren und den Verwandlungsprozess. 

Zügellose Freude!

10. Mai 2018 – „Nachts träume ich von Magnolien“

„Nachts träume ich von Magnolien“, 140 x 120 cm, Acryl auf Canvas, 2018,

zu sehen in der Ausstellung

„Jeder Tag ist anders“, Kunsthaus-Erlangen

Ich male aus einem tiefen Wunsch heraus. Die Freiheit, Farbe, Linie und Form mit meinem Leben zu verbinden ist ein Grundbedürfnis. Es geht um den eigentlichen Schaffensprozess, um Hingabe und Leidenschaft. Es geht darum sich loszulösen vom Hier und Jetzt. Geschehenlassen und Annehmen was sichtbar werden will. Verwehungen, Vernetzungen, Stofflichkeit bringt das Unbewusste ans Licht. Spuren und Linien, Vertröpfelung und Rinnsal. Alles darf sein und hat Berechtigung.

„Bilder sollen leben, fühlen und glücklich machen.

Bilder sollen den Alltag von der Seele waschen.“ Pablo Picasso

19. April 2018 – Das Spiel der Gedanken

Leise müsste die Kunst vielleicht sein und lauter,

 dann wieder leicht und schwer.

Formbar und nicht starr.

 Widerspenstig und leicht fließend. 

Mein Nichtgedachtes ist vielleicht nie durch meine Sprache gesagt worden

und doch liegt es versteckt in mir,

lauert auf die Möglichkeit einer Chance zum Ausdruck gebracht zu werden.

Irgendwann ein Impuls, eine Lust , ein Spiel…

Verbote die alles erlauben…

Könnt`sein, ich weiß nicht was ich tu!

Ich spinn`!

Und andersherum…

 Das Gedachte verklebt sich im Kopf. 

Wie das Heute schon an Morgen denkt.

Die Gewohnheit das Ziel vor Augen trägt 

und dann, dennoch sich klamm und heimlich aus dem Staube macht!

Schichtungen und Verschüttungen verabschieden es,

so wie das Wasser in der Erde versickert

 und nur die Erinnerung an das vorher Gedachte daran bleibt. 

2. April 2018 – Die Sprache der Künstler

 

Die Sprache der Künstler ist anders.

Es ist eine sinnliche Sprache, es ist eine Sprache der gefühlten Erfahrung.

Ein visuelles Bildergehirn, gefüllt mit Emotionen und Gefühlen, Heimat und Zufluchtsort unserer geheimsten Erlebnisse und Impulse.

Es ist nicht durch Worte in Gang zu setzen, vielmehr kommt es durch die sensorische Sprache in Bewegung.

Geruch, Geschmack, Sehvermögen, Berührung und Klang.

oder wie die große Georgia O`Keefe einmal gesagt hat:

„Niemand sieht eine Blume wirklich – sie ist so klein, dass es Zeit erfordert – wir haben keine Zeit – und um zu Sehen erfordert Zeit, so wie es Zeit erfordert einen Freund zu haben.“

19. März 2018 – Kunstpause in Den Haag…klein, charmant und liebenswert!

Der Winter ist zurück. Noch einmal bäumt er sich auf, lässt mich die Schultern zu den Ohren ziehen, verhüllt die Welt da draußen in eine leise, zarte Schicht aus Puderzucker und verdeckt die Krokusblütchen, die jetzt nur spärlich violett hindurch zu erahnen sind.
Meine Bitte, dass der Frühling schon in den Schuhen vor der Türe steckt, war zu voreilig. Geduld ist nun gefordert und erwünscht. So mache ich eine Pause, packe meine 7-Sachen und fahre nach Holland.

Mein Ziel ist Den Haag.
Wie wunderbar ist es jetzt gerade in Den Haag zu sein…Den Haag eine Stadt für Flaneure und Radler.
Ein auf Sand gebautes Dorf mitten in den Dünen, das war Den Haag einmal.

Mich locken abseits vom Trubel die kreativen, lichtdurchfluteten Cafes, kleine individuelle Läden, winzige Galerien und schmale Straßen. Es ist die gelassene, lockere und herzliche Lebensart. Die Niederländer sind lebensfroh und für Neues offen.
Hier fühle ich mich wohl, finde ich Entspannung. Hier kommen Glücksgefühle auf, eingebettet in einer bezaubernden Atmosphäre.

Einfach dasitzen, aus einem der riesigen Fenster schauen, Menschen beobachten, die Gedanken auf Wolken setzen und die Ruhe zwischen Cappuccino und Appeltarte finden.
An jeder Ecke tausende Tulpen in den schönsten Farben…und das wundervolle Meer lockt direkt vor der Tür!

21. Februar 2018 – Und was ist Dein Herzenswunsch?

Es gibt immer wieder diese kleinen quälenden Stiche im Herzen, die nicht aufhören zu bohren, die unglaublich ehrgeizig sind, um mich wieder auf meinen Herzenswunsch aufmerksam zu machen..gab`s da noch was?

Ich glaube jeder Mensch trägt einen Herzenswunsch in sich. Es sind die Träume, Leidenschaften, die Freiheiten und die nie endenden Vorstellungen, davon, einfach sein zu können, so wie man ist. Der Wunsch sich selber zu fühlen und wahrzunehmen.

Die Suche nach Luft und Raum, ohne Verpflichtungen, leere Tage, Zeit für sich, ohne Termine und Erwartungen. Mensch sein, mit Empfindungen, Schwächen und Stärken. Teilnehmen mit den eigenen Gefühlen für andere Lebewesen. Die Sinne spielen lassen. Für eine Sache glühen…

Der Wunsch unkontrolliert Dinge zu tun die niemand bewertet. Spaß und Freude, egal ob still oder laut. Barfuß oder mit High-Heels, mit Fönfrisur, oder zerzaustem Haar.

Einen Platz in der Sonne, zwischen dem Wind, auf der Baumkrone, zwischen unendlich viel Sand. Einen Platz zwischen Gleichgesinnten, Verbündeten, Liebenden, Kreativen. Menschen die nicht werten, sondern gewähren und Raum lassen für jeden Menschen als Individuum.

In sich „hinein hören“…was plätschert da?

Oder…“Kommst du mit?“… „Wohin?“…“Auf dumme Gedanken!“

11. Februar 2018 – Bilder wollen gemalt werden

„landscape“, 110 x 150 cm, Acryl auf Canvas, auf Holzleisten gespannt

Nach dem Morgentee, Spaziergang am See. Das dünne Eis kracht manchmal bedrohlich aus dem Nichts. Die Kälte lässt mich erstarren. Die Schultern angespannt, zusammengezogen. Wenn die Hunde nicht wären, würde ich keinen Schritt vor die Tür machen.

Was mir bleibt ist die Farbe. Die Farbflasche zu öffnen ist gefährlich. Ich setze Pinselstrich an Pinselstrich. Ein Ausflug in das Reich der tausend Farbnuancen. Sucht macht sich breit. Zwei volle Stunden lang gemalt. Die unerledigten Briefe und Rechnungen bleiben liegen.

Die Hund wuseln zwischen meinen Beinen herum. Sie haben in mir jemanden gefunden, der ihre Bedürfnisse stillt…und ihre Zärtlichkeit erwidert. So schlüpfe ich in den Mantel, setze meine Mütze auf und laufe mit ihnen los zum Wald um den Schrei des Rabenvogels zu hören.